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Arthur Schopenhauer : Herz und Kopf

Im Herzen steckt der Mensch, nicht im Kopf .
                               Arthur Schopenhauer , W II 270

Zitatquellen (Auszüge aus Wagners Schopenhauer - Register)

  • Herz - Das Herz ist das primum mobile (erste Beweggrund) des Organismus und deshalb mit Recht zum Symbol, ja zum Synonym des > Willens gewählt worden
    >
    W II 240, 267 f., 289.
     
  • Das Leben des Herzens ( Wille ) ist ein steter Wechsel von größerer und geringerer Beunruhi- gung durch Wunsch oder Furcht, mit ebenso verschieden gemessener Beruhigung.
    >
    W II 522; W I 486 f.; P II 314 f.
     
  • Die allgemein gebrauchten und durchgängig sehr wohl verstandenen Ausdrücke Herz und Kopf sind aus einem richtigem Gefühl des fundamentalen Unterschiedes zwischen Willen, als dem Primären, und dem Intellekt, als dem Sekundären unserer Erscheinung entsprungen.
    >
    W II 267 f.
    Daher sagt man; er hat ein schlechtes Herz, - er hängt sein Herz an diese Sache  u. s. w.; hingegen er ist ein Mann von Kopf, ein kluger, feiner Kopf.
    >
    W II 268, 298.
    Herz und Kopf bezeichnen den ganzen Menschen.
    >
    W II 268.
    Das Herz ist die Sonne im Mikrokosmos (Paracelsus).
    >
    N 118.
     
  • “ Er hat ein gutes Herz, wiewohl einen schlechten Kopf “. Lob und Tadel, in moralischer Hinsicht, treffen immer die Eigenschaften des Herzens, nicht die des Kopfes ( > Herzensgüte ).
    >
    W II 258 ff.
    Daher ist man bemüht, die Fehler des Herzens für Fehler des Kopfes auszugeben.
    >
    W II 258 f.
     
  • Den Tugenden des Herzens, nicht denen des Kopfes wird der Lohn in der Ewigkeit zuerkannt.
    >
    W II 260, 571.
    Die größte Trefflichkeit beider (des Herzens und des Kopfes) ist selten und wird nicht leicht im Verein gefunden; während ihre Gegenteile durchgängig an der Tagesordnung sind.
    >
    W II 255.
    Die höchste intellektuelle Eminenz (Größe)) kann zusammen bestehen mit der ärgsten moralischen Verworfenheit.
    >
    W II 257.
     
  • Obwohl, wie das Herz des Menschen, so auch der Kopf, seinen Grundeigenschaften nach, angeboren ist, bleibt dieser (der Kopf) dennoch keineswegs so unveränderlich,
    wie jenes (das Herz).
    >
    P I 522.
    Bei der Erziehung läßt sich nur der Kopf aufhellen, die Einsicht berichtigen, nicht aber das Herz bessern.
    >
    E 254 f., 52.
     
  • Was dem Herzen widerstrebt, läßt der Kopf nicht ein.
    > W
    II 244.
    Das Gedächtnis des Herzens ist intimer, als das des Kopfes.
    >
    W II 250.
     

Anmerkung
Obige Zitate unterstreichen die zentrale Bedeutung, welche die Lehre vom Willen in Schopenhauers Philosophie hat. Auch die Zitatquellen bringen das zum Ausdruck, denn die meisten Zitate sind aus Schopenhauers Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung II, Kap. 19 Vom Primat des Willens.im Selbstbewußtseyn.

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