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Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer
 über
gute Gedanken

Gute, ernste Gedanken, über würdige Gegenstände, lassen sich jedoch nicht zu jeder Zeit willkürlich heraufbeschwören: Alles was wir thun können ist, ihnen den Weg frei zu halten; durch [ ... ] Abwendung von allen Flausen und Possen. Man kann daher sagen, daß, um etwas Gescheutes zu denken, das nächste Mittel sei, nichts Abgeschmacktes zu denken. Man lasse den guten Gedanken nur den Plan frei: sie werden kommen. Ebendeshalb soll man auch nicht, in jedem unbeschäftigten Augenblick, sogleich nach einem Buche greifen, sondern  lasse es doch ein Mal stille werden im Kopf: dann kann sich leicht etwas Gutes darin erheben.

Arthur Schopenhauer , P II 57.

Zitathinweise
(aus Wagners  > Schopenhauer - Register , Stichwort Gedanken ):

  • Kein Gedanke kann ohne äußeren Anlaß in´s Bewußtsein treten; dieser ist entweder eine Anschauung, oder selbst wieder ein Gedanke.
    > G 146; W II 145 ff.; P I 247.
    Der Ursprung der Gedanken ist immer real und objektiv; er liegt in der eigenen Erfahrung oder in fremder Ueberlieferung in Wort und Schrift.
    Die Anschauung ist die Quelle aller originellen Gedanken.
    > G 103 f.; E 40.
     
  • Der Werth der Gedanken liegt entweder im Stoff, also in Dem, worüber man gedacht hat; oder in der Form, also in Dem, was man gedacht hat. Das Letztere ist die Hauptsache.
    > P II 56 f., 540f., 90.
    Vom Entstehen unserer tiefsten Gedanken können wir uns keine Rechenschaft geben: Sie treten plötzlich in´s  Bewußtsein, wie eine Inspiration.
    > W II 148; P II 59.
    Gedanken kommen nicht, wann wir, sondern wann sie wollen.
    > P II 54.
    Originalgedanken muß man abwarten, bis es ihnen beliebt zu kommen.
    > P I 463; P II 531
    Um originelle, unsterbliche Gedanken zu haben, ist es hinreichend, sich der Welt auf einige Augenblicke so gänzlich zu entfremden, daß Einem die allergewöhnlichsten Gegenstände als völlig neu und unbekannt erscheinen.
    > P II 81 f.
     
  • Die eigenen Gedanken verscheuchen, um denen eines Buches Platz zu machen, ist, wie sein Land verkaufen, um Anderer ihres zu sehen, - und ist Sünde wider den heiligen Geist.
    > W II 85; P II 528.
     
  • In allen Fächern des Denkens und Wissens sind wirklich neue und ganz ursprüngliche Gedanken überaus selten.
    > P I 76.
     
  • Die besten Gedanken finden keine Worte.
    > G 104.
     
  • Die Gedanken legen den Weg vom Kopfe auf das Papier viel leichter zurück, als den vom Papier zum Kopfe.
    > P II 575.
     
  • Man soll einen neuen Gedanken nicht deshalb gering schätzen, weil er von einem Dummkopf kommt.
    > P II 66 f.

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